Schwerpunkte

 

Ich arbeite seit 2005 psychotherapeutisch. Dabei sind mir einige grundlegende Themen immer wieder begegnet, die bei vielen psychischen Problemen eine zentrale Rolle spielen und deren Bearbeitung ich für sehr wichtig halte. Diese Themen, die ich Ihnen hier gerne vorstelle, stellen mittlerweile Schwerpunkte meiner Tätigkeit dar.

 

Wertschätzung gegenüber der eigenen Person

Vielen Menschen fällt es leicht, Anderen gegenüber wertschätzend zu sein, Mitmenschen zu loben und zu unterstützen, ihnen mitfühlend und verständnisvoll zu begegnen. Oft ist dies jedoch bezüglich der eigenen Person schwieriger. Uns selbst begegnen wir eher kritisch und streng, treiben uns unerbittlich an, übergehen eigene Grenzen und Bedürfnisse. Diese harte Haltung gegenüber der eigenen Person stellt häufig einen Nährboden für psychische Probleme dar. Es ist möglich, diese Haltung zu ändern. Dies geht nicht von heute auf morgen, und oft ist Unterstützung notwendig. Aber Wertschätzung für die eigene Person ist lernbar.

 

Abbau von Vermeidungsverhalten

Eine weitere verbreitete Verhaltenstendenz ist die Vermeidung unangenehmer Gefühle. Wer von uns spürt schon gerne Angst, Scham, Schuld oder Traurigkeit? Die Menschheit hat eine Vielzahl an Vorgehensweisen entwickelt, um unangenehme Gefühle kurzfristig nicht zu spüren: Situationen aus dem Weg gehen, Aktivitäten aufschieben, psychoaktive Substanzen konsumieren, exzessiv arbeiten oder Sport treiben, nicht über Gefühle reden - um nur einige zu nennen. Kurzfristig kann all das sehr erleichternd sein. Mittel- und langfristig führen solche Gefühls-Vermeidungs-Strategien aber oft zu psychischen Problemen unterschiedlicher Art. Dann ist es sinnvoll, sich diese Verhaltensmuster mit ihren Vor- und Nachteilen anzuschauen, sich ihrer Entstehungsgeschichte bewusst zu werden - und sie schrittweise abzubauen.

 

Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen

Die Qualität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen hat einen großen Einfluss auf unser seelisches Wohlbefinden. Oft stecken Menschen leider in ungünstigen Verhaltensmustern fest, die es Ihnen erschweren, den Kontakt zu ihren Mitmenschen so zu gestalten, wie es ihnen eigentlich wichtig ist. Hier lohnt sich ein Blick in die eigene Lebengeschichte: Wann habe ich diese Verhaltensmuster erlernt? Was hat mich in diese Richtung geprägt? Die Vergegenwärtigung und Bearbeitung zugrunde liegender Erfahrungen kann dabei sehr hilfreich sein. Außerdem ist es sinnvoll, Informationen über soziale Kompetenzen an die Hand zu bekommen, die eigenen Denkmuster zu hinterfragen und günstige Verhaltensweisen einzuüben. Dadurch lässt sich die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen deutlich verbessern.  

 

Selbstfürsorge und Stress-Management

Für Viele stellt die Gestaltung des eigenen Alltags eine Herausforderung dar. Gerade leistungsorientierten und pflichtbewussten Menschen fällt es oft schwer, eine gute Balance zwischen Anstrengung und Erholung zu finden und mit den eigenen Bedürfnissen und Werten gut in Kontakt zu bleiben. Dies hat oft deutliche Auswirkungen auf psychische, aber auch körperliche Vorgänge. Dabei zeigt sich ein überhöhtes Stress-Level sehr individuell: Bei der einen Person kommt es zu Kopfschmerzen, bei der anderen zu Gereiztheit, bei der nächsten zu Passivität und Rückzugsverhalten. Die moderne Verhaltenstherapie hat zahlreiche Techniken entwickelt, um die Fähigkeit zur Selbstfürsorge im Alltag und ein gutes Stress-Management zu fördern.